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Apparative Untersuchungen in der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie:

1. Elektroencephalographie (EEG)
- erstmalig vom Jenaer Arzt Hans Berger 1924 abgeleitet
- eine schmerzlose Untersuchung der bioelektrischen Aktivität des Gehirns
- die Untersuchung ist vergleichbar mit einer EKG-Ableitung vom Herzen
- mittels Langzeit-EEG können EEG-Signale über mehrere Stunden abgeleitet werden
- mittels Video-EEG ist die gleichzeitige Dokumentation des Hirnstrombildes und bestimmter körperlicher Symptome, wie z. B. Muskelzuckungen oder Bewusstseinsstörungen, möglich

2. Neurosonographie
Mit dieser schmerzlosen Ultraschall-Technik können die Blutversorgung des Gehirns und die Gefäßwandstruktur großer Adern, z. B. der Halsgefäße, beurteilt werden. Dadurch können Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüsse rasch identifiziert werden.

3. Evozierte Potentiale
Diese Untersuchungsmethoden dienen zur Beurteilung der Funktion von Nervenbahnen, wie der Sehbahn, der Hörbahn, der Empfindungsbahnen (sensible Bahnen) und der Nervenbahnen zu den Muskeln (motorische Bahnen). Selbst Störungen in kleinen Hautarealen können gezielt untersucht werden (Dermatom-SEP).

4. Elektroneurographie (ENG) und Elektromyographie (EMG)
ENG: Durch eine elektrische Stimulation einzelner Nerven (vergleichbar mit einer Reizstrom-Therapie) können Aussagen über die Funktionsfähigkeit der Nerven getroffen werden.

EMG: Diese Untersuchung dient der Diagnostik von Muskelerkrankungen und Erkrankungen peripherer Nerven. Mit Hilfe feiner Spezialnadeln (vergleichbar mit einer intramuskulären Injektion) ist es möglich, Ursachen zu erkennen und zu lokalisieren.

5. Autonome Funktionsdiagnostik
Das autonome Nervensystem steuert unbewusste Funktionen, von denen die Herzfrequenz, der Blutdruck, der Gefäßwiderstand und die Schweißsekretion diagnostisch die Bedeutendsten sind. Die Untersuchung auf dem „Kipptisch“ dient der Diagnostik von unklarem Schwindel und plötzlicher Bewusstlosigkeit. Unklare Bewusstlosigkeiten werden in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin I im Synkopenzentrum des Klinikums diagnostiziert.

6. Videonystagmographie
Das plötzliche Auftreten von Schwindel und Fallneigung kann in einer Erkrankung des Gehirns und des Gleichgewichtsorgans begründet sein. Durch die Beurteilung von Augenbewegungen mit Hilfe einer Spezialkamera kann der Ursprungsort der Schwindelsymptomatik rasch und schmerzlos bestimmt oder eingegrenzt werden.

7. Thermoanalyse
Selbst wenn die elektrischen Nervenmessungen unauffällig sind, kann eine schmerzhafte Polyneuropathie vorliegen! Die Thermoanalyse bietet die einzigartige Möglichkeit, in solchen Fällen die Krankheit nachzuweisen, um anschließend eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Die Untersuchung selbst ist sehr einfach, der Patient wird aufgefordert, Temperaturunterschiede an den Händen und Füßen zu beschreiben, die mit dem Thermoanalyse-Gerät vorgegeben werden. Dadurch gelingt es, die Funktionstüchtigkeit der sogenannten „small-fibre’s“ zu testen, das sind besonders feine Nervenfasern, die insbesondere bei schmerzhaften Polyneuropathien oft erkranken.


  15.12.2018 - 21:10 Uhr Klinikum Weimar bei Twitter     
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