Aktuelles > News/Pressemeldungen > Sichere Diagnose in Minutenschnelle: neuer Test für Gelenkinfektionen

Über 200.000 künstliche Hüftgelenke und rund 150.000 künstliche Kniegelenke werden pro Jahr in deutschen Krankenhäusern eingesetzt. Menschen, die unter Arthrose leiden, können mit einer solchen elektiven – also selbst gewählten – Operation ein Stück Lebensqualität zurückgewinnen. Gleichermaßen birgt der Eingriff gewisse Risiken und Komplikationen. Statistiken zeigen, dass etwa bei einem Prozent der Patienten eine Endoprothesen-Infektion auftritt.
Ein frühzeitiger Therapiebeginn kann bei solchen Fällen die Heilungschancen verbessern, allerdings wird eine rechtzeitige Diagnose des Infekts vorausgesetzt. „Bislang war ein Nachweis von schleichenden Infektionen nur durch eine zeitaufwändige Erregeranzucht im Labor möglich, die zudem mit Unsicherheit behaftet ist, da nicht alle Keime im Labor anwachsen“, berichtet Dr. Wolfram Kluge, Chefarzt des EndoProthetikZentrums am Sophien- und Hufeland-Klinikum in Weimar.

Jetzt gibt es auf diesem Gebiet eine Möglichkeit, Gelenkinfektionen schnell und sicher nachzuweisen. Dazu erklärt der Facharzt für Orthopädische Chirurgie: „Bei Kontakt mit Bakterien wird von den Zellen des betroffenen Gelenks der Stoff Alpha-Defensin freigesetzt. Mit einem Schnelltest lässt sich dieser Stoff innerhalb von zehn Minuten mit einer über 95-prozentigen Sicherheit nachweisen.“ Die Diagnose einer Infektion kann damit direkt gestellt werden, sodass eine frühe chirurgische Behandlung möglich ist. Am Klinikum Weimar kommt der Schnelltest auf Alpha-Defensin bereits seit einem halben Jahr bei Verdachtsfällen zum Einsatz. „Unsere Erfahrungen mit dieser neuen Methode sind durchweg positiv. Durch die Früherkennung einer Infektion wird die Gefahr einer Blutvergiftung und einer fortschreitenden Gewebezerstörung maßgeblich verringert. Gleichzeitig können wir den Patienten vor einem möglicherweise sehr langen Leidensweg bewahren.“ 

Wenngleich das neue Verfahren aus wissenschaftlicher Sicht positiv bewertet wird, gibt es einen Wermutstropfen: Bislang werden die Kosten für die Tests, die sich auf jeweils rund 350 Euro belaufen, nicht von den Krankenkassen gesondert übernommen. Für die Patienten des Sophien- und Hufeland-Klinikums hat Dr. Kluge dennoch eine gute Nachricht: „Da wir von dem Nutzen überzeugt sind, kommt der Test trotz der ungedeckten Kosten bei Erfordernis zur Anwendung.“

 

„Herzlich, intensiv und voller Humor“ - Letzer Schultag an der Krankenpflegeschule [20.05.2019]

Noch eine humorvolle Einlage vor der Examensphase: die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger der Evangelischen Pflegeschule am Sophien- und Hufeland-Klinikum.

Einmal kurz durchatmen und dann geht es in die heiße Phase: Nach einer intensiven Ausbildungszeit haben die Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Krankenpflegeschule am Sophien- und Hufeland-Klinikum ihren letzten Schultag gefeiert.

 Gemeinsam mit Klassenleiterin Katrin Traut ließen die angehenden Gesundheits- und Krankenpfleger die zurückliegenden drei Jahre Revue passieren. Dabei haben alle Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken zur Ausbildungszeit auf einem Blatt Papier notiert. Während sich einige Aussagen wie „Die Zeit verging wie im Flug“ deckten, sind auch sehr vielfältige und emotionale Statements entstanden. So schrieb eine Schülerin: „Es war die schönste Zeit im Leben. Man fühlt sich geborgen“, eine andere notierte: „Die Ausbildung an dieser Schule war herzlich, intensiv und voller Humor“ und ein weiterer Mitschüler vermerkte „Man geht mit offeneren Augen durch die Welt. Man achtet viel mehr auf das Befinden anderer.“ Durch Aussagen wie diese fühlt sich Katrin Traut in der Arbeit des Pflegeschulteams bestätigt: „Für uns ist es immer etwas ganz Besonderes, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung vom Ausbildungsbeginn bis zum Examen zu begleiten. Für uns ist es wichtig, ihnen neben dem nötigen Wissen auch einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen und ihnen zu zeigen, dass sie durch persönliches Engagement einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten können.“

Jetzt folgt die anspruchsvolle Examensphase, in der die Aspiranten ihr erworbenes Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis stellen müssen. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt und dem Weimarer Klinikum treu bleiben möchte, hat sehr gute Karrierechancen:  „Die Ausbildung von Pflegekräften nimmt in unserem Haus seit jeher einen sehr großen Stellenwert ein. Angesichts des immer weiter steigenden Bedarfs an Fachkräften sind wir froh, den Nachwuchs aus unseren eigenen Reihen rekrutieren zu können“, berichtet die Leiterin der Pflegeschule, Oberin Rosmarie Grunert.

 

 

  
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