Aktuelles > News/Pressemeldungen > Als Schlaganfallpatient in den besten Händen: Erfolgreiche Rezertifizierung der „Stroke Unit“ am Klinikum Weimar

Pro Jahr erleiden rund 270 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Nach Herz- und Krebserkrankungen ist dieses Krankheitsbild die dritthäufigste Todesursache. Bei rund der Hälfte aller Betroffenen führt der Schlaganfall zu bleibenden Behinderungen. Um die Risiken dauerhafter Schäden zu minimieren, ist schnelle und kompetente Hilfe auf hohem Niveau notwendig. Am Sophien- und Hufeland-Klinikum erhalten Patienten auf der sogenannten Stroke Unit – einer Spezialstation zur Behandlung von Schlaganfällen an der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie – seit mehr als 15 Jahren eine Versorgung auf besonders hohem Niveau.

Die Qualität bei der Behandlung dieser Patienten wurde jetzt von einem unabhängigen Expertenteam erneut bestätigt: Die Zertifizierungsgesellschaften, Deutsche Schlaganfallgesellschaft und LGA InterCert, haben die Abteilung bereits zum dritten Mal als „Regionale Stroke Unit“ rezertifiziert. Dabei lobten die Auditoren insbesondere die hohe fachliche Kompetenz, das interne Qualitäts- und Risikomanagement und die optimale Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen, etwa der Neuroradiologie, Kardiologie, Diabetologie sowie der Gefäßchirurgie.

„Wir freuen uns sehr, dass wir erneut zeigen konnten, welche besondere Qualität in der Diagnostik und Behandlung bei akuten Schlaganfällen in unserem Haus geboten wird. Gleichzeitig ist diese Auszeichnung eine Bestätigung für die hervorragende Arbeit unserer Mitarbeiter“, berichtet PD Dr. Rolf Malessa, Chefarzt an der Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie.

Zur Stroke Unit am Klinikum Weimar zählen sechs zertifizierte Betten mit medizintechnischer Ausstattung für eine optimale Akutbehandlung und Intensivüberwachung. Die Patienten werden in der Akutphase rund um die Uhr von einem hochspezialisierten Team aus Ärzten, Pflegefachkräften, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden betreut. Pro Jahr werden auf der Spezialstation etwa 500 Patienten versorgt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Schlaganfallpatienten auf einer Stroke Unit am besten versorgt werden. So treten nach einer Spezialbehandlung schwere Lähmungen und bleibende Sprachstörungen deutlich seltener auf. Die langjährigen Erfahrungen in der Notfalldiagnostik, Akuttherapie und Verhinderung der Schlaganfallausdehnung sind entscheidende Voraussetzungen für eine Prognoseverbesserung um mehr als 30 Prozent hinsichtlich Sterblichkeit, Pflegeheimversorgung und schwerer Behinderung.


Bei der Übergabe des Zertifikats: Oberarzt Dr. Stefan Harscher, Chefarzt Dr. Rolf Malessa, Geschäftsführer Tomas Kallenbach (hintere Reihe von links) sowie Schwester Britta und die Qualitätsmanagementbeauftragte Katrin Schwarz.

Ein geschützter Bereich fernab der Klinikhektik [17.12.2018]

Umbauarbeiten der Palliativstation des Weimarer Klinikums abgeschlossen

Ein neuer Therapie- und Entspannungsraum sowie eine Küche, in der die Patienten mit ihren Angehörigen nach Herzenslust backen oder kochen können, eine „Ecke der Stille“ als Rückzugsort und ein künftig geplantes Gartenareal, das die Patienten selbst gestalten können – das ist die neue Palliativeinheit der onkologischen Station des Sophien- und Hufeland-Klinikums in Weimar. Nach umfassenden Umbauarbeiten der onkologischen Station bietet die dort eingebettete Palliativeinheit schwer kranken Krebspatienten nun einen separierten Bereich, losgelöst vom üblicherweise hektischen Krankenhausalltag, in dem sich ein multiprofessionelles Team um die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten kümmert. Die Behandlung von Palliativpatienten ist ein Schwerpunkt der neuen Klinik für Innere Medizin IV, die von dem im vergangenen Juli ins Amt eingeführten Chefarztes Dr. med. Peter Fix geleitet wird. Die frisch sanierten Räumlichkeiten haben Platz für insgesamt 28 Patienten, darunter acht Palliativpatienten. Die modernisierten Einzel- bzw. Doppelzimmer verfügen alle über neue sanitäre Einrichtungen, die ebenerdig und groß konzipiert, sogar rollstuhlgeeignet sind. Auch die Unterbringung einer Begleitperson ist in fünf Zimmern möglich, um den Patienten seelische Unterstützung durch ihre Liebsten zu ermöglichen.

Chefarzt Fix und sein Team vertreten das Konzept der allgemeinen Palliativkomplexbehandlung. Es gilt dabei der Anspruch, dem Patienten eine moderne, individuell auf ihn zugeschnittene Versorgung zu bieten – medizinisch sowie menschlich. „Unsere Palliativstation ist keine ´Sterbestation´. Das ist ganz wichtig zu wissen!“, betont Chefarzt Fix. „Vielmehr erhält der unheilbar erkrankte Patient hier Linderung seiner krankheitsbegleitenden Symptome, wie Schmerz, Angst oder auch Luftnot“. Nach durchschnittlich zwei Wochen kehren die Patienten zurück nach Hause. Die Integration der individuellen Patientenwünsche in die Gestaltung der speziell angepassten Therapieschritte steht hierbei im Vordergrund. Um dies bestmöglich umzusetzen, kommen Mitarbeiter aus den verschiedensten Bereichen, wie Sozialdienst, Ergo- und Physiotherapie sowie Psychoonkologie und Seelsorge zusammen, um in enger Zusammenarbeit mit dem Hospizdienst Weimar und Bad Berka in wöchentlich stattfindenden Sitzungen zu beraten.

Dass Patienten nicht nur auf der Palliativstation, sondern in allen Abteilungen des Klinikums überdurchschnittlich gut versorgt werden, belegt auch die Auszeichnung als „Top regionales Krankenhaus“ durch das Magazin FOCUS Gesundheit. Das Sophien- und Hufeland-Klinikum verfügt inzwischen über 16 Fachkliniken, in denen im vergangenen Jahr mehr als 21.000 stationäre und 32.000 ambulante Patienten behandelt wurden.

  
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